Kostbare Neuerwerbung für die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

Der besonderen Förderung und Unterstützung des ehemaligen Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen ist es zu verdanken, dass jüngst eine der bedeutendsten Rheinreisebeschreibungen des 19. Jahrhunderts für den Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf (ULB) erworben werden konnte. Die vier Bände des Werkes Scenery of the Rhine, Belgium and Holland erschienen 1824 in London. Textverfasser und Zeichner der Vorlagen für die 60 Stahlstichtafeln des Bandes war Robert Batty (1789–1848), ein britischer Offizier und Maler, der zwischen 1822 und 1833 den europäischen Kontinent bereiste und seine Eindrücke in mehreren Publikationen veröffentlichte.

Die Besonderheit des jetzt erworbenen Exemplars liegt in der Tatsache, dass die Bände zum einen die originalen und einzigartigen Tuschfederzeichnungen von Batty enthalten und zum anderen auch die Erstdrucke der Stahlstiche vor der Schrift („avant la lettre“) umfassen. Das in vier prachtvoll vergoldete violette Foliobände gebundene Werk stammt aus der berühmten Kunstsammlung des englischen Bankiers und Kunstsammlers Amschel Mayer de Rothschild (1818–1874) als Bestandteil der Bibliothek seines Herrenhauses Mentmore Towers in Buckinghamshire und wurde 1977 bei Sotheby’s in London versteigert. Seit mehreren Jahrzehnten war das kostbare Werk als Besitz der (ehemaligen) Westdeutschen Landesbank in der Bibliothek von Schloss Krickenbeck verwahrt und wurde kürzlich von deren Nachfolgeunternehmen in einem Kölner Auktionshaus eingeliefert.

Die Bände ergänzen vortrefflich die in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf seit Jahrzehnten gepflegte Sammlung von Werken zur rheinischen Landeskunde, die in den undefinedDigitalen Sammlungen des Hauses zu einem erheblichen Teil auch online zugänglich sind. Die jetzt erworbenen Folianten werden nach gründlicher Katalogisierung in einigen Monaten ebenfalls digitalisiert.

Die ULB Düsseldorf ist dem ehemaligen Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen zu großem Dank verpflichtet, da allein durch dessen großzügige Unterstützung das einmalige Exemplar als Kulturgut des Landes gesichert werden konnte und künftig der Wissenschaft, Forschung und interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

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