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„Wir färbten jeden Buchstaben” – Rose Ausländer in Bild und Schrift

Ausstellung
3. Juli bis 15. September 2024

ULB Düsseldorf
Zentralbibliothek, Foyer

Vom 3. Juli bis 15. September 2024 präsentiert die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) im Foyer der Zentralbibliothek eine Ausstellung, die das Werk der Lyrikerin Rose Ausländer (1901-1988) beleuchtet und seiner Verbindung mit der bildenden Kunst nachgeht. Neben Ausländers poetischer Auseinandersetzung mit der Malerei, mit Farben und visuellen Formen thematisiert die Ausstellung weitere zentrale lyrische Motive wie Heimat und Fremde, Überleben und Reisen, Hoffnung und Abschied.

Präsentiert wird eine kuratierte Auswahl von Künstlerbüchern aus dem Bestand der ULB, in denen die Künstler*innen Otto Piene, HAP Grieshaber, John Gerard, Otto Rohse, Theresia Schüllner, Petra Maria Lorenz und Kasia Lewandowska Ausländers Gedichte interpretieren. Indem die Künstlerbücher Bild und Schrift kombinieren, reagieren sie auf eine Konstellation, die in Ausländers Gedichten bereits angelegt ist. Manuskripte, Typoskripte und Briefe aus dem Nachlass ergänzen die ausgestellten Künstlerbücher und bieten Einblicke in Ausländers Schreibtechniken und Korrespondenzen.

Besonders erwähnenswert sind die Beiträge von Otto Piene und HAP Grieshaber. Piene, ein Mitglied der bekannten Düsseldorfer Künstlergruppe ZERO, hat das Gedicht „Muttersprache“ von Rose Ausländer in seinem Künstlerbuch „Inventar“ interpretiert, welches die Rolle der Sprache als Quelle der Lebenskraft darstellt. HAP Grieshabers künstlerische „Malbriefe“ sind bildnerische Antworten auf Ausländers Gedichte und Ausdruck einer produktiven Künstlerfreundschaft.

Rose Ausländers Leben, geprägt von zwei Kriegen, Shoa, Flucht und Verfolgung, fand in Düsseldorf seinen letzten Ankerpunkt. In der Stadt befinden sich wichtige Erinnerungsorte wie das Nelly-Sachs-Haus, der jüdische Friedhof und das Heinrich-Heine-Institut, zu denen die Ausstellung ebenfalls Linien zieht.

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Studierenden an den Instituten für Germanistik und Kunstgeschichte im Sommersemester 2024. In Kooperation mit der ULB, dem Heinrich-Heine-Institut, der Rose-Ausländer-Gesellschaft und der Bürgeruniversität bietet die Ausstellung die Gelegenheit, die vielfältigen Verbindungen und wechselseitigen Bezugnahmen zwischen Wort und Bild in und mit Ausländers Werk zu erkunden.

Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 3. Juli 2024, 18.00 Uhr
Zentralbibliothek, Foyer

Es erwartet Sie eine Einführung in die Ausstellung durch die Studierenden und ein kleines Rahmenprogramm.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

 

Verantwortlichkeit: