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Auswärtsspiel

Wir bieten Museen, Galerien, Dokumentationszentren und Bibliotheken Exponate für Austellungen an. Aktuell finden Sie Medien aus unseren Beständen in folgender Ausstellung.

Gerechtigkeit Macht Frieden. 1000 Jahre Heiliger Heribert von Köln

Domschatzkammer des Erzbistums Köln
26. August - 14. November 2021

Im Jahr 2021 jährt sich der Todestag des Kölner Erzbischofs Heribert (970-1021) zum tausendsten Mal. Das Erzbistum Köln mit seinen verschiedenen Institutionen und die Gemeinde St. Heribert in Köln-Deutz zeigen aus diesem Grund in der Domschatzkammer und in Neu-St. Heribert in Köln eine große Ausstellung zu Leben und Werk des Heiligen. Die Universitäts- und Landesbibliothek ist an dieser Ausstellung mit eine ihrer wertvollsten mittelalterlichen Handschriften beteiligt, ein Legendarium, das u.a. die Vita Herberti enthält.

Heribert gehörte einer der bedeutendsten Familien des Reiches, dem Geschlecht der Konradiner, an und avancierte zu einem bedeutenden Ratgeber Kaiser Ottos III. Er wurde zunächst Kanzler für Italien, später auch für Deutschland. Im Jahr 999 wurde Heribert zum Kölner Erzbischof ernannt und gründete wenige Jahre nach seinem Amtsantritt die Abtei Deutz in Köln – eine Klostergründung, die er Otto III.  auf dessen Sterbebett versprochen hatte.

Die in der Universitäts- und Landesbibliothek überlieferte Vita Herberti ist einer der wenigen erhaltenen Quellen zur Erforschung des Wirkens des Kölner Erzbischofs. Wie in den mittelalterlichen Heiligenviten üblich, wird Heriberts tugendhafte und gottgefällige Lebensführung gerühmt. Die ihm zugeschriebenen Wunder und auch sein Engagement für die sozial Schwachen begründet seine Verehrung als Heiliger.  

Die in der ULB überlieferte mittelalterliche Sammelhandschrift mit der Vita Heriberti wurde im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts in der Kölner Benediktinerabtei Groß St. Martin in einer karolingischen Minuskel auf Pergament geschrieben. Mit ihren kunstvoll ausgeschmückten Initialen gilt sie als Meisterwerk der romanischen Buchkunst. Einen ersten Eindruck von der Handschrift kann man sich in den Digitalen Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek verschaffen.

Leihgabe:
MS-C-10A Legendarium, Vita Heribert fol 281r ff
In den Digitalen Sammlungen der ULB Düsseldorf

Weitere Informationen zur Ausstellung

Katalog: Heribert Müller: Heribert von Köln. Ein Lebensbild mit einem Katalog zur Ausstellung Gerechtigkeit. Macht. Frieden. Lindenberg 2021.

Geister & Genies

Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg
20. Juni 2021 – 9. Januar 2021

Im 16. Jahrhundert entwickelte sich der Niederrhein zum Anziehungspunkt von zahlreichen Gelehrten, die sich gegen die Kirche dem Humanismus zugewandt hatten und dadurch schweren Verfolgungen ausgesetzt waren. Vor allem den Flüchtlingen aus den katholischen Spanischen Niederlanden gewährte der tolerante Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg am Niederrhein Unterschlupf. Seine Toleranz und seine Bestrebungen, in Duisburg eine Universität zu gründen, zog Wissenschaftler, Philosophen, Schriftsteller und Theologen unterschiedlicher Coleur an, denen der Herzog hier den intellektuellen Austausch ermöglichen wollte.
Zahlreiche Werke dieser Duisburger Gelehrten – der bekannteste ist wohl der Geograph und Kartograph Gerhard Mercator und der Altphilologe Konrad von Heresbach -  befinden sich heute in Erst- und frühen Ausgaben in der Universitäts- und Landesbibliothek. Diese sind nun in der Ausstellung zu sehen. Als nordrhein-westfälische Landesbibliothek zeichnet die ULB für den Erhalt des schriftliche Kulturerbes des Niederrheins verantwortlich.

Liste der Leihgaben aus dem Bestand der ULB
Weitere Informationen zur Ausstellung

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