HHU StartULBForschen und ErkundenProjekteDie Düsseldorfer Kreuzherrenbibliothek

Die Düsseldorfer Kreuzherrenbibliothek – Rekonstruktion und vergleichende Analyse

Projektleitung
Prof. Dr. Eva Schlotheuber, Dr. Anne Liewert

Projektförderung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektlaufzeit
01.11.2019–30.10.2021

Projektbeschreibung

Ziele des Projektes sind eine digitale Rekonstruktion der Bibliothek des ehemaligen Düsseldorfer Kreuzherrenklosters und eine Analyse des erhaltenen Bestands in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. Neben den üblichen bibliographischen Angaben stellen insbesondere exemplarspezifische Besonderheiten wie frühere Signaturen, Besitzeinträge und Merkmale der historischen Bucheinbände Kriterien dar, die für alle Exemplare erfasst und recherchierbar gemacht werden.

Die digitale Präsentation soll darüber hinaus eine Synopse der Düsseldorfer Bibliothek mit den Kreuzherrenbibliotheken Hohenbusch, Wickrath und Memmingen bilden. In einem Promotionsvorhaben werden darüber hinaus mit vergleichendem Zugriff Buchbesitz, Schriftlichkeit und intellektuelles Profil des Ordens in der Residenzstadt Düsseldorf herausgearbeitet und der Aufbau der Buchsammlung der Kreuzherren in der Zeit des großen Medienwechsels in ihrem historischen Kontext verortet. Hier ist neben dem systematischen Ansatz des Bibliotheksprofils eine Tiefenanalyse der singulären und bislang noch völlig unbearbeiteten Überlieferung der "Düsseldorfer Wunder" in der Handschrift Ms. B 103 geplant, anhand derer die Bedeutung der Kreuzherren für die junge Residenzstadt Düsseldorf herausgearbeitet werden kann. Neben der "Düsseldorfer Wunderbeschreibung" sollen noch weitere Handschriften exemplarisch auf ihre Entstehung und Besonderheiten betrachtet werden. So verwendet ein Schreiber des Kreuzherrenkonvents eine Geheimschrift in den Marginalien und im Fließtext, die Rückschlüsse auf die Nutzung seiner geschriebenen und kommentierten Bücher zulassen.

Mit dem Projekt sollen nicht zuletzt die Kenntnisse der Paläographie, Kodikologie und Handschriftenkunde des wissenschaftlichen Nachwuchses gefördert werden, als Fähigkeiten, die eine unabdingbare Voraussetzung für die Analyse und Einordnung mittelalterlicher Bibliotheksbestände sind.

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