Geschichte der Thomas-Mann-Sammlung

Der Begründer der Sammlung, der Düsseldorfer Historiker, Germanist und Buchhändler Dr. Hans-Otto Mayer (1903–1983), hatte bereits in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der systematischen Sammlung der Werke Thomas Manns begonnen. Mayer bemühte sich nicht nur um die Buchhandelsausgaben, sondern auch um Privat- und Pressedrucke sowie um illustrierte Ausgaben, die größtenteils vom Autor und Künstler signiert wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Mayer mit der Sammlung der Sekundärliteratur zu Thomas Mann und dem Aufbau eines heute mehr als 30.000 Dokumente umfassenden Ausschnittarchivs. Zusammen mit Hans Bürgin gab er von 1977 bis 1982 bzw. 1987 ein fünfbändiges Regestenwerk zu den Briefen Thomas Manns heraus. In diesem Zusammenhang kamen mehr als 5.000 Kopien von Briefen Thomas Manns in die Sammlung.

Durch eine Spende des Düsseldorfer Bankiers Rudolf Groth konnte die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Düsseldorf e.V. diese wertvolle Sammlung im Jahr 1969 erwerben und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf stiften. Dem kulturellen Erbe verpflichtet, hat sich die ULB Düsseldorf das Ziel gesetzt, weiterhin alle wichtigen neuen Ausgaben der Werke Thomas Manns zu erwerben und die Sekundärliteratur möglichst vollständig zu sammeln, zu erschließen und zur wissenschaftlichen Benutzung zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus gehören Thomas-Mann-Porträts sowie Illustrationen seiner Werke zur Sammlung. Auch Nachlässe von Thomas-Mann-Forschern, wie beispielsweise von Harry Matter und Georg Potempa und von Hans-Otto Mayer bereichern die Sammlung. 

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