7/48 - Prof. Dr. Johannes Laudage (1959–2008)

Angehöriger der HHU/Geisteswissenschaftler

Prof. Dr. Johannes Laudage war seit dem Wintersemester 1999 Lehrstuhlinhaber für Mittelalterliche Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und zeitweise geschäftsführender Leiter der Geschichtswissenschaften.

Während seiner Mitgliedschaft in verschiedenen Kommissionen und Gremien hatte er Anteil an einem strukturell für die Universität bewegenden Zeitraum – zu nennen wären z. B. die Bologna-Reform oder die Erhebung von Studienbeiträgen.

Darüber hinaus hat Prof. Laudage durch die Einwerbung und Durchführung des interdisziplinär angelegten Graduiertenkollegs „Europäische Geschichtsdarstellungen“ die Ausrichtung des Historischen Seminars an der HHU entscheidend mitgeprägt. Für die Studierendenförderung setzte er sich u. a. als Vertrauensdozent des Cusanuswerks ein.

Sein persönlicher Forschungsschwerpunkt lag in der Geschichte des 10. bis 12. Jahrhunderts. Ausgehend von kirchen- und geistesgeschichtlichen Fragestellungen entwickelte er seine Perspektiven auf diesen Zeitraum und ergänzte sie durch rechts- und militärgeschichtliche Überlegungen. Kurz vor seinem Tod arbeitete er an einer Biografie zu Friedrich Barbarossa, die seine Schüler Lars Hageneier und Matthias Schrör postum für ihn fertigstellten. Durch seine umfassende, auch international beachtete publizistische Tätigkeit war Prof. Dr. Laudage auch über die Düsseldorfer Bezugsgröße hinaus bekannt.

Der Nachlass enthält v. a. Unterlagen aus Johannes Laudages wissenschaftlicher Tätigkeit, also neben Vortrags-, Vorlesungs- und Publikationsmanuskripten und deren Vorstufen Notizen, Exzerpte und andere Arbeitsunterlagen.

Laufzeit der Akten: 1982–2008.
Umfang: 3 lfm.

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