„Im Kessel keine Reibekuchen“

Das Rheinland zur Zeit des Ersten Weltkriegs

7. November 2018 bis 13. Januar 2019

Am 11. November 1918 endete mit der Unterzeichnung des  Waffenstillstandes im Wald von Compiègne der Erste Weltkrieg. Vier Kriegsjahre hatten das Leben der Zivilbevölkerung ebenso nachhaltig verändert wie das der Soldaten. Frauen sahen ihre Ehemänner und Söhne in den Krieg ziehen, Kinder ihre Väter. In öffentlichen Gebäuden wurden Lazarette für Kriegsversehrte eingerichtet. Lebensmittel wurden knapp und infolgedessen rationiert.

Die Ausstellung beleuchtet die Betroffenheit des Rheinlandes und speziell der Stadt Düsseldorf. Obgleich die Kampfhandlungen an den Fronten weit entfernt waren, machte sich der Kriegszustand auch hier deutlich bemerkbar. So richtete beispielsweise die Firma Henkel auf dem Betriebsgelände ein Lazarett ein, Schüler wurden zu Ernteeinsätzen eingeteilt und im Traditionslokal „Im Goldenen Kessel“ in der Düsseldorfer Altstadt gab es keine Reibekuchen mehr.

Die Historischen Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf (ULB) und das Universitätsarchiv der Heinrich-Heine-Universität bergen zahlreiche Dokumente aus der Zeit von 1914 bis 1918, darunter das Kriegs- und Revolutionstagebuch des damaligen Direktors der Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf, Constantin Nörrenberg, sowie Feldpostbriefe, Karten von Patrouillengängen, Zeitungsberichte, Verdienstmedaillen, Unterlagen zu Lazaretten und Krankenhäusern, Schulprogramme und Lebensmittelmarken, die ein facettenreiches Bild der Zeit abgeben. Sie werden in Auswahl gezeigt  und durch Erinnerungsstücke von privaten Leihgeberinnen und Leihgebern ergänzt.

Die Ausstellung wurde von der ULB in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Heinrich-Heine-Universität realisiert.

Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 7. November 2018, 18.00 Uhr
Vortragsraum der ULB Düsseldorf

Begrüssung und Einführung in die Ausstellung
Dr. Anne Liewert
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

Vortrag
Kriegssammlungen zwischen Propaganda und Forschung
Dr. Susanne Brandt
Lehrstuhl für Neure Geschichte, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Umtrunk

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