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Auswärtsspiel – Archiv

Unser Land. 75 Jahre Nordrhein-Westfalen. Jubiläumsausstellung

Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
27. August 2021 – 28. August 2022

Herzlichen Glückwunsch – das neue Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens im Behrens-Bau am Mannesmannufer in Düsseldorf ist eröffnet. Wir freuen uns, dass wir zur Jubiläumsausstellung „UNSER LAND. 75 Jahre Nordrhein-Westfalen“ mit unseren Beständen beitragen können. Als Landesbibliothek zeichnet die ULB zusammen mit den Landesbibliotheken in Münster und Bonn für die Bewahrung des schriftlichen Kulturerbes des Landes NRW verantwortlich. Sie besitzt das Pflichtexemplarrecht für den Regierungsbezirk Düsseldorf, d. h. jede Verlagsproduktion, die hier erscheint – egal ob in gedruckter oder elektronischer Form – ist in der ULB vorhanden. Durch die in Datenbankform erscheinende Nordrhein-Westfälische Bibliographie, die sie zusammen mit den Universitäts- und Landesbibliotheken in Bonn und Münster erstellt, ist die Literatur über Nordrhein-Westfalen gut auffindbar und eine wichtige Quelle zur Recherche nach landesspezifischen Themen.

Die Ausstellung „Unser Land“ überzeugt durch eine sehr moderne Präsentation der Geschichte NRW: Die Gründungsphase des Landes NRW, die politische und wirtschaftliche Entwicklung, aber auch das Schicksal von Geflüchteten, die bedrohte Umwelt, Terror und Gewalt und viele weitere Facetten der Landesgeschichte werden thematisiert. Im Kapitel „Neue Hochschulen für das Land“ sind Vorlesungsverzeichnisse und Fotos aus den Gründungsjahren der Heinrich-Heine-Universität aus dem Bestand der ULB zu sehen.

Sie dokumentieren die Wende in der Hochschulpolitik des Landes NRW in den 60er und 70er: Viele neue Hochschulen entstanden, um auch den Arbeiter- und kleinbürgerlichen Schichten stammenden Kindern Zugang zu umfassender Bildung zu ermöglichen. Aus dem durch Kohle und Stahl geprägten NRW wurde ein bedeutsamer Wissensstandort.

Beitragen zur Jubiläumsausstellung konnte die ULB außerdem durch ihre zahlreichen regionalen Zeitungsbestände, die eine bedeutsame Quelle für die Erforschung der Geschichte des Landes darstellen. In der Ausstellung ist beispielsweise die erste Ausgabe der „Rheinischen Post“ vom 2. März 1946 zu sehen, in der die desolate Ernährungslage in Deutschland und die Kürzung der Lebensmittelrationen in der britischen Zone thematisiert werden.

Weitere Informationen zur Ausstellung
https://unser-land.nrw/ausstellung


Eine Klasse für sich. Adel an Rhein und Ruhr

Ruhr Museum Essen
13. Dezember 2021 – 24. April 2022, verlängert bis 31. Juli 2022

Ruhrgebiet und Adel? Zumeist verbindet man mit dieser Region vor allem eine durch Bergbau und Montanindustrie bestimmte Gesellschaft. Erstmals wird in der Sonderausstellung „Eine Klasse für sich“ die Geschichte des Adels an Rhein und Ruhr vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart ausführlich präsentiert. Prächtige und teils noch nie ausgestellte Kulturschätze werden in einem spektakulären „Glaspalast“ vor den rauhen Bunkerwänden im Ruhr Museum Essen zum Leben erweckt. Gezeigt werden über 800 Objekte aus rund 160 Museen, Archiven, Bibliotheken und Privatsammlungen.

Auch die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf ist mit mehreren Exponaten an der Ausstellung beteiligt.

Einige der Werke hat die ULB bereits digitalisiert und stellt sie über ihre Digitalen Sammlungen zur Verfügung.


Geister & Genies

Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg
20. Juni 2021 – 9. Januar 2021

Im 16. Jahrhundert entwickelte sich der Niederrhein zum Anziehungspunkt von zahlreichen Gelehrten, die sich gegen die Kirche dem Humanismus zugewandt hatten und dadurch schweren Verfolgungen ausgesetzt waren. Vor allem den Flüchtlingen aus den katholischen Spanischen Niederlanden gewährte der tolerante Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg am Niederrhein Unterschlupf. Seine Toleranz und seine Bestrebungen, in Duisburg eine Universität zu gründen, zog Wissenschaftler, Philosophen, Schriftsteller und Theologen unterschiedlicher Coleur an, denen der Herzog hier den intellektuellen Austausch ermöglichen wollte.
Zahlreiche Werke dieser Duisburger Gelehrten – der bekannteste ist wohl der Geograph und Kartograph Gerhard Mercator und der Altphilologe Konrad von Heresbach -  befinden sich heute in Erst- und frühen Ausgaben in der Universitäts- und Landesbibliothek. Diese sind nun in der Ausstellung zu sehen. Als nordrhein-westfälische Landesbibliothek zeichnet die ULB für den Erhalt des schriftliche Kulturerbes des Niederrheins verantwortlich.

Liste der Leihgaben aus dem Bestand der ULB
Weitere Informationen zur Ausstellung


Gerechtigkeit Macht Frieden. 1000 Jahre Heiliger Heribert von Köln

Domschatzkammer des Erzbistums Köln
26. August – 14. November 2021

Im Jahr 2021 jährt sich der Todestag des Kölner Erzbischofs Heribert (970-1021) zum tausendsten Mal. Das Erzbistum Köln mit seinen verschiedenen Institutionen und die Gemeinde St. Heribert in Köln-Deutz zeigen aus diesem Grund in der Domschatzkammer und in Neu-St. Heribert in Köln eine große Ausstellung zu Leben und Werk des Heiligen. Die Universitäts- und Landesbibliothek ist an dieser Ausstellung mit eine ihrer wertvollsten mittelalterlichen Handschriften beteiligt, ein Legendarium, das u.a. die Vita Herberti enthält.

Heribert gehörte einer der bedeutendsten Familien des Reiches, dem Geschlecht der Konradiner, an und avancierte zu einem bedeutenden Ratgeber Kaiser Ottos III. Er wurde zunächst Kanzler für Italien, später auch für Deutschland. Im Jahr 999 wurde Heribert zum Kölner Erzbischof ernannt und gründete wenige Jahre nach seinem Amtsantritt die Abtei Deutz in Köln – eine Klostergründung, die er Otto III.  auf dessen Sterbebett versprochen hatte.

Die in der Universitäts- und Landesbibliothek überlieferte Vita Herberti ist einer der wenigen erhaltenen Quellen zur Erforschung des Wirkens des Kölner Erzbischofs. Wie in den mittelalterlichen Heiligenviten üblich, wird Heriberts tugendhafte und gottgefällige Lebensführung gerühmt. Die ihm zugeschriebenen Wunder und auch sein Engagement für die sozial Schwachen begründet seine Verehrung als Heiliger.  

Die in der ULB überlieferte mittelalterliche Sammelhandschrift mit der Vita Heriberti wurde im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts in der Kölner Benediktinerabtei Groß St. Martin in einer karolingischen Minuskel auf Pergament geschrieben. Mit ihren kunstvoll ausgeschmückten Initialen gilt sie als Meisterwerk der romanischen Buchkunst. Einen ersten Eindruck von der Handschrift kann man sich in den Digitalen Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek verschaffen.

Leihgabe
MS-C-10A Legendarium, Vita Heribert fol 281r ff
In den Digitalen Sammlungen der ULB Düsseldorf

Katalog
Heribert Müller: Heribert von Köln. Ein Lebensbild mit einem Katalog zur Ausstellung Gerechtigkeit. Macht. Frieden. Lindenberg 2021

Weitere Informationen zur Ausstellung

Verantwortlichkeit: